Sieg nach langer Durststrecke
Die Oberlinder fuhren mit einer sehr jungen Truppe gen Milz.
Die Einheimischen waren von Anfang an besser im Spiel. Wie zu erwarten versuchten war, sie mit langen Bällen Druck auszuüben. Das war gegen die tief stehende Sonne schwierig zu verteidigen. So kam es, wie es kommen musste. Schmidt stolperte koordinationsschwach in die Ferse eines Milzer Angreifers, klarer Elfmeter. Lautensack ballerte das Spielgerät an die Oberkannte der Latte.
Im Gegenzug setzte sich der gesprächige Gesswein über links gut durch und flankte auf R. Mäder, dessen Kopfball über das Tor ging. In der 24. Minute bediente der viel gescholtene Schmidt mit einem Traumpass G. Büchner, der gekonnt nach einem langen Sprint einnetzte.
Jetzt wurden die Milzer wieder stärker. Zuviel Gesprächsbedarf und mangelnde Laufbereitschaft in gewissen Mannschaftsteilen waren die Ursache. So setzte sich Lautensack über rechts gut durch, flankte auf Arnhold, der vor Schmidt ungehindert einköpfen zum Ausgleich konnte.
Das Durchschnittsalter der Grün-Weißen wurde nach der Halbzeit nochmals durch die verletzungsbedingte Auswechslung von Torwartoldie Bischoff extrem reduziert. Jedoch traten die Oberlinder ab diesem Zeitpunkt mehr als Mannschaft auf.
Gleich zu Beginn strahlte E. Mäder mit einer Direktabnahme Gefahr aus. Jetzt begann die Gesswein-Time! Er erkämpfte sich auf der linken Seite den Ball flankte auf E. Mäder, der nicht an den Ball kam, dafür der agile Gurtovy, der kompromisslos ins lange Eck einhämmerte.
Zehn Minuten später war es wiederum Gesswein , der E.Mäder mit einem Flachpass durch die Schnittstelle der Gastgeberabwehr zum 3:1 auf die Reise schickte.
Die Einheimischen versuchten nun wieder mehr Druck aufzubauen. Doch Oberlind verteidigte jetzt gut. Nur Rudolph, der noch von Bayernniederlage in der Champions League geschockt schien, bekam seinen Kopf bei einer scharfen Flanke nicht weg, und verkürzte damit per Eigentor auf 2:3.
Letztendlich ein verdienter Auswärtssieg. Man sah in der 2. Halbzeit, das Siege in dieser Spielklasse nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung möglich sind.
